Satzung

für den Reit- und Fahrverein Hellerau e.V.
Am Schulfeld 14
01109 Hellerau

§ 1 Name, Rechtsform und Sitz des Vereins
Der Reit- und Fahrverein Hellerau e.V. mit dem Sitz in 01109 Dresden, Ortsteil Hellerau, ist in das Vereinsregister beim Amtsgericht unter Nr. VR 3190 eingetragen.

§ 2 Zweck und Aufgaben das Vereins, Gemeinnützigkeit
(1) Der Reit- und Fahrverein Hellerau e.V. bezweckt:

  • die Gesundheitsförderung aller Mitglieder, insbesondere der Jugend im Rahmen der Jugendpflege durch Reiten, Fahren und Voltigieren;
  • die Ausbildung von Reitern, Fahrern und Pferden in allen Disziplinen;
  • Hilfe und Unterstützung bei der mit dem Sport verbundenen Pferdehaltung als Maßnahme zur Förderung des Sports und des Tierschutzes;
  • im Rahmen seiner Zwecke und Aufgaben die Vertretung seiner Mitglieder gegenüber Behörden und Organisationen;
  • die Förderung des Reitens in der freien Landschaft zur Erholung im Rahmen des Breitensports und die Unterstützung aller Bemühungen zur Pflege der Landschaft und zur Verhütung von Schäden;
  • die Mitwirkung bei der Koordination aller Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur für Pferdesport und Pferdehaltung im Gemeindegebiet.

(2) Durch die Erfüllung seiner Aufgaben verfolgt der Verein selbstlos, ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der §§ 51 bis 68 der Abgabenordnung, er ist unpolitisch und konfessionell neutral.

(3) Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

(4) Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder dürfen keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglied auch keine sonstigen Zuwendungen aus den Mitteln des Vereins erhalten.

(5) Der Verein darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigen. Der Vorstand kann bei Bedarf eine Vergütung nach Maßgabe einer Aufwandsentschädigung im Sinne des § 3 Nr. 26 EStG beschließen.

(6) Die Mitglieder sind hinsichtlich der ihnen anvertrauten Pferde verpflichtet, stets – auch außerhalb von Turnieren – die Grundsätze des Tierschutzes zu beachten, insbesondere

  • die Pferde ihren Bedürfnissen entsprechend angemessen zu ernähren, zu pflegen und artgerecht zu halten
  • den Pferden ausreichend Bewegung zu ermöglichen
  • die Grundsätze artgerechter Pferdeausbildung zu wahren, d. h. ein Pferd unreiterlich zu behandeln, z. B. zu quälen, zu misshandeln oder unzulänglich zu transportieren.

§ 3 Erwerb der Mitgliedschaft
(1) Mitglieder können natürliche Personen und Personenvereinigungen werden. Die Mitgliedschaft wird durch Beitrittserklärung und deren Annahme erworben. Die schriftliche Beitrittserklärung ist an den Vorstand zu richten; bei Kindern und Jugendlichen bedarf sie der schriftlichen Zustimmung der gesetzlichen Vertreter. Der Vorstand entscheidet über die Aufnahme innerhalb eines Vierteljahres. Bei der Ablehnung kann die Entscheidung der Mitgliederversammlung gefordert werden.

(2) Personen, die den Verein uneigennützig bei der Erfüllung seiner satzungsgemäßen Aufgaben persönlich, finanziell oder materiell zu unterstützen bereit sind, können vom Vorstand als fördernde Mitglieder aufgenommen werden.

(3) Die Mitgliederversammlung kann verdienten Mitgliedern und anderen Persönlichkeiten, die den Reit- und Fahrsport und die Vereinsarbeit wesentlich gefördert haben, die Ehrenmitgliedschaft verleihen.

(4) Mit dem Erwerb der Mitgliedschaft verpflichten sich alle Mitglieder zur Einhaltung der Vereinssatzung.

§4 Beendigung der Mitgliedschaft
(1) Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Ausschluss oder Tod.

(2) Die Kündigung der Mitgliedschaft im Verein ist zum Letzten des jeweiligen Jahresquartals möglich. Dabei hat die Kündigung jeweils einen Monat vor Kündigungstermin beim Vorstand in schriftlicher Form vorzuliegen.

(3) Ein Mitglied kann ausgeschlossen werden, wenn es

  • gegen die Satzung verstößt, das Vereinsinteresse beschädigt oder ernsthaft gefährdet oder sich eines unsportlichen Verhaltens schuldig macht;
  • seiner Beitragspflicht trotz Mahnung länger als 6 Monate nicht nachkommt.
    Über den Ausschluss entscheidet der Vorstand. Das ausgeschlossene Mitglied kann den Ausschluss binnen vier Wochen durch schriftlich begründete Beschwerde anfechten, über die die Mitgliederversammlung entscheidet. Bis zur endgültigen Entscheidung ruht die Mitgliedschaft.

§5 Geschäftsjahr und Beiträge
(1) Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

(2) Zur Durchführung seiner Aufgaben erhebt der Verein Beiträge, Aufnahmegebühren und Umlagen, deren Höhe von der Mitgliederversammlung bestätigt und in einer Beitragsordnung ausgewiesen wird.

§6 Rechte und Pflichten der Mitglieder
(1) Die Mitglieder können die Anlagen des Vereins zweckentsprechend, ggf. nach Maßgabe einer Aufgabennutzungsordnung nutzen. Die Vereinsmitglieder haben das Recht, ihren Anspruch auf die Leistungen des Vereins an eine den Vorstand namentlich angezeigte Person bis auf Widerruf abzutreten. Soweit zur Deckung der Kosten Gebühren erhoben werden müssen, sind sie von der Mitgliederversammlung festzusetzen. Dies gilt insbesondere auch für die durch den Verein bereitgestellte Betreuung und Unterrichtung der Vereinsmitglieder und der Gäste im Reiten, Fahren und Voltigieren sowie in der Pferdepflege.

(2) Mitglieder, die das 16. Lebensjahr vollendet haben, besitzen selbst Stimm- und Wahlrecht; in den Vorstand sind jedoch nur volljährige Vereinsmitglieder wählbar.

(3) Die Mitglieder sind verpflichtet, den Verein nach Kräften zu fördern, die Beiträge zu entrichten und die Beschlüsse des Vorstandes und der Mitgliederversammlung zu respektieren.

§7 Organe
Die Organe des Vereins sind

  • die Mitgliederversammlung,
  • der Vorstand.

§8 Mitgliederversammlung
(1) Im ersten Vierteljahr eines jeden Jahres findet eine ordentliche Mitgliederversammlung statt. Der Vorstand kann jederzeit eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen; er muss dies tun, wenn es von mindestens einem Drittel der Mitglieder unter Angabe der Gründe beantragt wird.

(2) Die Mitgliederversammlung wird vom Vorsitzenden oder seinem Vertreter durch schriftliche Einladung an die Mitglieder unter Angabe der Tagesordnung einberufen. Zwischen dem Tag der Einberufung und dem versammlungstag müssen zwei Wochen liegen. Bei außerordentlichen Mitgliederversammlungen beträgt die Einberufungsfrist fünf Tage.

(3) Die Mitgliederversammlung ist unabhängig von der Anzahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig. Eine Übertragung des Stimmrechtes auf ein anderes stimmberechtigtes Mitglied ist möglich und muss dem Sitzungsleiter schriftlich vorliegen.

(4) Anträge zur Mitgliederversammlung sind spätestens drei Tage vor dem Versammlungstag schriftlich beim Vorstand einzureichen. Später gestellte Anträge werden nur behandelt, wenn die Mitgliederversammlung dies mit einfacher Mehrheit beschließt.

(5) Abstimmungen erfolgen durch Handzeichen. Soweit diese Satzung nichts anderes bestimmt, entscheidet die einfache Mehrheit; bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag. Bei Abstimmungen über finanzielle Belange des Vereins ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit erforderlich.

(6) Wahlen erfolgen durch Handzeichen, auf Antrag von mindestens einem Drittel der anwesenden Mitglieder durch Stimmzettel. Gewählt ist, wer die Mehrheit der abgegebenen Stimmen auf sich vereint. Erhält keiner der Kandidaten die erforderliche Mehrheit findet zwischen den beiden Kandidaten mit den höchsten Stimmzahlen eine Stichzahl statt. Bei Stimmengleichheit entscheidet das vom Vorsitzenden zu ziehende Los. Stimmübertragung ist nicht zulässig.

(7) Das Stimmrecht von Mitgliedern unter 16 Jahren wird von ihren gesetzlichen Vertretern wahrgenommen. Pro Mitglied darf jeweils nur eine Stimme abgegeben werden.

(8) Über die Mitgliederversammlung ist eine Niederschrift aufzunehmen, die Beschlüsse im Wortlaut und die Ergebnisse von Wahlen verzeichnen muss. Sie ist vom Vorsitzenden und vom Schriftführer zu unterschreiben.

§9 Aufgaben der Mitgliederversammlung
(1) Die Mitgliederversammlung entscheidet über

  • die Wahl des Vorstandes
  • die Wahl von zwei Kassen- und Rechnungsprüfern
  • die Jahresrechnung
  • die Entlastung des Vorstandes
  • die Beiträge, Aufnahmegelder, Umlagen und Gebühren
  • die Änderung der Satzung und die Auflösung des Vereins und
  • die Anträge nach §§33, Abs. 1 letzter Satz, Abs. 3 und §8 Abs. 4 dieser Satzung.

(2) Beschlüsse über die Änderung der Satzung, über die Auflösung des Vereins und die Verfügung über das Vermögen des Vereins bedürfen einer Mehrheit von drei Vierteln der anwesenden Mitglieder.

§10 Vorstand
(1) Der Verein wird vom Vorstand geleitet.

(2) Dem Vorstand gehören an:

  • 1. Vorsitzende/r
  • 2. Vorsitzende/r, gleichzeitig Kassenwart
  • 3. Vorsitzende/r, gleichzeitig Schriftführer
  • 1. Beisitzer/in
  • 2. Beisitzer/in

(3) Vorstand im Sinne des §26 BGB sind der 1. Vorsitzende, der 2. Vorsitzende und der 3. Vorsitzende, jeder ist allein vertretungsberechtigt. Im Innenverhältnis sind der 2. und 3. Vorsitzende nur im Falle der Verhinderung des 1. Vorsitzenden zur Vertretung befugt. Eine Verhinderung liegt vor, wenn der 1. Vorsitzende diese gegenüber seinem Vertreter schriftlich oder mündlich erklärt und um Vertretung bittet. Die Vertretung ist im Protokoll der nächsten Vorstandssitzung festzuhalten. Die beiden Beisitzer sind innerhalb des Vorstandes ohne Einschränkung stimmberechtigt. Sie sind aber grundsätzlich nicht zur Vertretung befugt. Im Rahmen ihrer Tätigkeitsbereiche können ihnen durch Vorstandsbeschluss Vertretungsbefugnisse übertragen werden.

(4) Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von drei Jahren gewählt. Wiederwahl ist möglich. Scheidet ein Mitglied des Vorstandes während seiner Amtszeit aus, ist innerhalb von zwei Monaten die Mitgliederversammlung einzuberufen, die die Ergänzungswahl durchführt.

(5) Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte seiner Mitglieder anwesend ist. Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit gefasst.

(6) Über die Sitzungen des Vorstandes ist eine Niederschrift aufzunehmen, die Gegenstände der Beratungen und Beschlüsse verzeichnen muss. Sie ist vom Vorsitzenden und einem weiteren Vorstandsmitglied zu unterzeichnen.

§11 Aufgaben des Vorstandes
Der Vorstand entscheidet über

  • die Vorbereitungen der Mitgliederversammlungen und die Ausführungen der Beschlüsse,
  • die Erfüllung aller dem Verein gestellten Aufgaben, soweit die Entscheidung nicht der Mitgliederversammlung nach dieser Satzung vorbehalten ist und
  • die Führung der laufenden Geschäfte.

§12 Auflösung
(1) Die Auflösung des Vereins kann nur in einer besonderen, zu diesem Zweck mit einer Frist von einem Monat einberufenen außerordentlichen Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit von drei Vierteln der anwesenden Mitglieder beschlossen werden.

(2) Bei der Auflösung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zwecks fällt das Vermögen des Vereins an eine Körperschaft des öffentlichen Rechts oder eine andere steuerbegünstigte Körperschaft zwecks Verwendung für die Versorgung von Tieren im Alter.